Eindrücke der Präsenzphase: Verpackung und Transport, Interkulturelle Vermittlung und Outreach-Programme

Vom 19. bis 22. April fand die Präsenzphase zum Abschluss des Wintersemesters statt. An zwei Tagen trafen sich die Proband_innen aus drei Teilmodulen aus den Bereichen Sammeln und Vermitteln mit ihren Dozierenden und vertieften die Inhalte der vergangenen fünf Kurswochen. Darauf wurden an anderthalb Tagen die Abschlussarbeiten der Zertifikatsstudierenden diskutiert.

Präsenzveranstaltung Interkulturelle Vermittlung; Foto: museOn

Das Treffen des Teilmoduls Interkulturelle Vermittlung mit Maren Ziese (Berlin) bildete den Abschluss des fünfwöchigen Onlinekurses, in welchem Grundlagen, Leitfäden und Literatur zu den Themen Interkulturalität und Diversität an Museen behandelt wurden. Während der Präsenzveranstaltung diskutierte die Studierendengruppe mit Gästen die Frage nach der Einbindung von Geflüchteten in die Programme von Museen, sowie die Frage inwiefern Migrationsgeschichten in die Sammlungen von Museen übernommen werden.

Präsenzveranstaltung Interkulturelle Vermittlung; Foto: museOn

Großer Dank geht an die Gäste Mohammad Alsaka (aktiv bei Start with a Friend, Freiburg und Teilnehmer von diversen Projekten der kulturellen Bildung) und Kathrin Feldhaus, die das Projekt „Archiv für Geschichten vom Kommen, Gehen und Bleiben“ im Rahmen von Freiburg sammelt vorstellte.

In der Präsenzveranstaltung zum Kurs Outreach-Programme mit Sabine Jank (Berlin) und Sonja Thiel (Freiburg) wurden die konzeptionellen und ideellen Grundlagen von Outreach-Programmen behandelt und die selbst entwickelten Konzepte der Teilnehmenden befragt: Inwiefern gehen sie über die räumlichen Grenzen des Museums hinaus? Sind sie geeignet, sozialen Wandel zu bewirken und wirken sie relevant auf die Gesellschaft ein? Werden neue Zielgruppen erreicht oder Besucherzahlen erhöht? Wird Austausch zwischen verschiedenen Communities oder kollaboratives Arbeiten gefördert und welche Rolle spielt die Idee des Empowerments? Im Sinne des Inreach ist es wichtig, das Potential von Outreach-Programmen für Veränderung innerhalb der Institution und abteilungsübergreifende Kooperationen zu hinterfragen.

Präsenzveranstaltung Verpackung und Transport; Foto: Jürgen Gocke, Uni Freiburg

Mit großem Engagement führte Michael Golz (Köln) gemeinsam mit Kollegen der Firma Hasenkamp und Edgar Dürrenberger von den Städtischen Museen Freiburg die praktische Laborphase des Teilmoduls Verpackung und Transport durch. Einmal mehr war eine Studierendengruppe von museOn im Zentralen Kunst Depot (ZKD) der Städtischen Museen Freiburg zu Gast. Dort wurden Verpackungs- und Transportrisiken diskutiert, Materialstudien betrieben und das vor allem praktisch das Verpacken von Objekten geübt. Die Expertise und die Erfahrungen der Kunsttransportfirma haben sich dabei als adaptierbar herausgestellt, denn diese Methoden und Techniken lassen sich auch hilfreich für eine Anwendung in kleineren Museen anpassen.

Präsenzveranstaltung Verpackung und Transport; Foto: Jürgen Gocke, Uni Freiburg
Präsenzveranstaltung Verpackung und Transport; Foto: Jürgen Gocke, Uni Freiburg

 

 

 

 

 

 

 

Mit der Präsentation der Konzepte für die Abschlussarbeiten der Teilnehmer_innen am CAS-Programm aus diesem Semester wurde die letzte Präsenzphase des zweisemestrigen Testlaufs der Weiterbildungsangebote von museOn | weiterbildung & netzwerk abgeschlossen. Insgesamt testeten im Wintersemester 2016/17 20 Proband_innen das Zertifikatsangebot Certficate of Advanced Studies (CAS) mit der Belegung von jeweils zehn Teilmodulen sowie der Anfertigung einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit. Die einzelnen Themen wurden bereits möglichst früh im Semester festgelegt, sodass die Erkenntnisse aus den belegten Teilmodulen in den Arbeitsprozess einfließen konnten.

Präsenzveranstaltung CAS; Foto: museOn

So profitierte etwa eine Teilnehmerin für ihre Arbeit zum Thema eines Inventarisierungskonzeptes für die Sammlung, in der sie tätig ist, vom Studium der Teilmodule im Bereich „Sammeln“, eine andere Kollegin setzte die Erkenntnisse aus dem Teilmodul „Fundraising“ direkt in ein Fundraising-Konzept für ihr Museum ein. Die Palette der CAS-Themen ist umfangreich, die Themen selbst wurden größtenteils von den Proband_innen entwickelt, kommen häufig direkt aus dem Arbeitsalltag der Studierenden. Dabei decken sie alle Bereiche musealer Arbeit vom Sammeln zum Ausstellen zur Vermittlung bis hin zum Vermarkten und Managen ab. Die CAS-Arbeiten werden nach Einreichung benotet und in einem Sammelband publiziert.

Mit dieser Präsenzphase endete der letzte Block der Teilmodule aus dem Wintersemester und ein Jahr Probestudium und Evaluation von vierzig Teilmodulen gingen zu Ende. In den kommenden Wochen werden die Zertifikatsstudierenden ihre Abschlussarbeiten einreichen und alle Studierenden noch eine Abschlussevaluation durchführen.

Das Team von museOn bedankt sich bei den insgesamt knapp 100 Proband_innen, die im letzten Jahr bei museOn studiert haben. Weitere Ergebnisse über die zweisemestrige Probephase werden in der nächsten Zeit durch weitere Blogbeiträge vorgestellt.

 

 

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